Pflegeassistenz

Ausbildungsschwerpunkte der Pflegeschule Reutte

Innerhalb eines Jahres werden 910 Stunden Theorie unterrichtet und geprüft, um die uns anvertrauten PatientInnen und BewohnerInnen mit Fachwissen pflegen zu können.

Es werde grundlegende Kenntnisse des gesunden und kranken Menschen vermittelt. In den Pflegefächern wird, aufbauend auf einer vertieften Menschenkenntnis, die fachkundige Betreuung von pflegebedürftigen Menschen erlernt, entsprechend deren körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnissen. Insbesondere liegt uns ein verantwortungsbewusster selbstständiger und wertschätzender Umgang mit den uns anvertrauten Patienten/innen und BewohnerInnen am Herzen. Ein Schwerpunkt dieser Ausbildung liegt in der Altenbetreuung.

Der Tätigkeitsbereich der Pflegeassistenz umfasst:

  • Mitwirkung an und Durchführung der ihnen von Angehörigen des gehobenen Dienstes übertragenen Pflegemaßnahmen

    • Mitwirkung beim Pflegeassessment
    • Beobachtung des Gesundheitszustandes
    • Durchführung der an sie übertragenen Pflegemaßnahmen
    • Information, Kommunikation und Begleitung
    • Mitwirkung an der praktischen Ausbildung in der Pflegeassistenz

 

  • Handeln in Notfällen

    • Erkennen und Einschätzen von Notfällen und Setzen entsprechender Maßnahmen
    • Eigenverantwortliche Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen, sofern und soweit eine Ärztin/ein Arzt nicht zur Verfügung steht.


  • Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie nach schriftlicher ärztlicher Anordnung  und unter Aufsicht von Ärztinnen/Ärzten oder Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege

    • Verabreichung von lokalen, transdermalen, oralen und inhalativen Arzneimitteln
    • Verabreichung von subcutanen Insulininjektionen und subkutanen Injektionen von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln
    • Standardisierte Blut-, Harn- und Stuhluntersuchungen sowie Blutentnahme aus der Kapillare im Rahmen der patientInnennahen Labordiagnostik
    • Blutentnahme aus der Vene, ausgenommen bei Kindern
    • Durchführung von Mikro- und Einmalklistieren
    • Durchführung einfacher Wundversorgung, einschließlich Anlegen von Verbänden, Wickeln und Bandagen
    • Durchführung der Sondenernährung bei liegenden Magensonden
    • Absaugen aus den oberen Atemwegen sowie dem Tracheostoma in stabilen Pflegesituationen
    • Erhebung und Überwachung von medizinischen Basisdaten (Puls, Blutdruck, Atmung, Temperatur,  Bewusstseinslage, Gewicht, Größe, Ausscheidungen)
    • Einfache Wärme-, Kälte- und Lichtanwendungen.

 

Praktische Fertigkeiten

In den 690 Stunden der praktischen Ausbildung werden die Auszubildenden von diplomierten Gesundheits-und KrankenpflegerInnen,von PflegeassistenInnen und PflegefachassistentInnen sowie von den LehrerInnen der Pflegeschule Reutte angeleitet und begleitet. Im praktischen Unterricht am Krankenbett erfolgt der Transfer des theoretisch Gelernten in die Praxis.

Mindestens 160 Stunden Praktikum werden in Krankenhäusern absolviert


Als Ausbildungsstationen sind vorgesehen:

  • Chirurgische Abteilung
  • Internistische Abteilung
  • Unfallchirurgische Abteilung
  • Gynäkologische Abteilung

Mindestens 160 Stunden Praktikum werden in Langzeitpflegeeinrichtungen geleistet

  • Altersheime
  • Pflegeheime


und ein Praktikum im Ausmaß von mindestens 185 Stunden ist als Wahlpraktikum in einer mobilen, ambulanten, teilstationären oder stationären Einheit zu absolvieren.


Jede/r Auszubildende/r erhält während ihrer Ausbildung  angeleitete Praktika. Darunter ist eine, meist als Einzelunterricht durchgeführte, praktische Unterweisung an einem oder mehreren Patienten/Bewohnern zu verstehen. Diese Praktika werden von einem/einer LehrerIn der Gesundheits- und Krankenpflege angeleitet bzw. beaufsichtigt.

Persönlichkeitsbildung

Der Beruf der Pflegeassistenz erfordert die Fähigkeit, in vielen Formen Beziehung mit Patienten/Heimbewohnern aufnehmen zu können, Sorgen und Ängste einfühlsam zu verstehen, Sterbende begleiten zu können, Krisensituationen zu bewältigen, u.v.m.

So unterstützen wir in Seminaren, Workshops und Supervisionen die Entwicklung der Persönlichkeit in Richtung Autonomie, Selbstverantwortung, Empathie- und Beziehungsfähigkeit, Patientenbezogenheit sowie Konflikt- und Kritikfähigkeit.

Wir versuchen, diese Werte auch im Schulalltag erlebbar zu machen. Dies bedeutet z.B.

  • Schülerzentriertheit: Einbeziehung der Auszubildenden in die Entscheidungsprozesse der Schule
  • Krank und schwach dürfen nicht nur PatientInnen, sondern auch Auszubildende/LehrerInnen sein
  • Familiäre Atmosphäre
  • Individuelle Förderangebote
Zielgruppen

Personen mit Interesse an einer Pflegeausbildung und anschließender Berufstätigkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen ohne pflegerische Grundausbildung, Berufsumsteigerinnen und Berufsumsteiger, Berufswiedereinsteigerinnen und -wiedereinsteiger (z.B. Frauen nach der „Kinderpause“).

Unterrichtsgegenstände
Grundsätze der professionellen Pflege 1 Grundzüge medizinischer Diagnostik und Therapie in der Akut- und Langzeitversorgung einschließlich medizinische Pflegetechnik Teil1
Pflegeprozess 1 Grundzüge medizinischer Diagnostik und Therapie in der Akut- und Langzeitversorgung einschließlich medizinische Pflegetechnik Teil2
Beziehungsgestaltung und Kommunikation 1 Kooperation, Koordination und Organisation
Grundzüge und Prinzipien der Akut- und langzeitpflege einschließlich Pflegetechnik 1 Entwicklung und Sicherung von Qualität 1
Grundzüge und Prinzipien der Akut- und Langzeitpflege einschließlich Pflegetechnik 2 Lernbereich Training und Transfer
Ferien, Vergütung und Unterkunft

130.- euro

Es gibt  verschiedene Möglichkeiten der Förderung, wie z.B. Förderungen des AMS, der Arbeiterkammer, des Landes Tirol, amgtirol – Pflegestiftung,  u.v.m. Nähere Informationen erhalten Sie in unserer Schule.

  • Sie haben die Möglichkeit in der Personalcafeteria im Bezirkskrankenhaus kostenlos Ihre Mahlzeiten einzunehmen
  • Dienstkleidung wird zur Verfügung gestellt
  • Berufsunfall-/-haftpflichtversicherung
  • Es besteht unter Umständen , die Möglichkeit um EUR 73,95 im SchülerInnenwohnheim eine Kleingarcionnere zu beziehen. Wir können diese Unterbringungsmöglichkeit jedoch nicht garantieren.
  • Der nächste Kurs beginnt am 03.04.2017
  • Anmeldungen für diesen Kurs  sind vom 01.10.2016 bis zum 23.12.2016 möglich
Wo können Sie nach Abschluss der Ausbildung arbeiten?

Haben Sie die Ausbildung abgeschlossen, können Sie

Im Dienstverhältnis ...

  • zu einer Krankenanstalt,
  • zum Träger sonstiger unter ärztlicher oder pflegerischer Leitung oder Aufsicht stehender Einrichtungen, die der Vorbeugung, Feststellung oder Heilung von Krankheiten oder der Nachsorge, der Behindertenbetreuung, der Betreuung pflegebedürftiger Menschen oder der Gewinnung von Blut oder Blutbestandteilen dienen oder die andere Gesundheitsdienste und soziale Dienste anbieten,
  • zu freiberuflich tätigen Ärztinnen/Ärzten,
  • zu Gruppenpraxen gem. Ärztegesetz,
  • zu freiberuflich tätigen Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege
  • zu Einrichtungen oder Gebietskörperschaften, die Hauskrankenpflege anbieten
  • zur Justizbetreuungsagentur

arbeiten.

Wie könnte es weitergehen?
  • Verkürzte Ausbildung zum diplomierten Krankenpflegedienst nach 2-jähriger Vollzeit-Berufstätigkeit (entsprechend länger bei Teilzeitbeschäftigung) sowohl an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen als auch an Fachhochschulen (Voraussetzung Matura, Studienberechtigungsprüfung)
  • Verkürzte Ausbildung zum Pflegefachassistenten (Dauer 1 Jahr Vollzeit oder 2 jahre berufsbegleitend)
  • Weiterbildung und Spezialisierung in verschiedensten Bereichen
Anmeldung

Die Ausbildung zur Pflegeassistenz dauert ein Jahr und umfasst 1680 Stunden. 

Die Ausbildung beginnt am 03.04.2017.
Die Anmeldung ist vom 01.10.2016 bis 23.12.2016 möglich

Zugangsvoraussetzungen

  • Mindestalter 17 Jahre
  • positiv abgeschlossene Schulpflicht
  • die erforderliche körperliche und geistige Eignung
  • die zur Erfüllung der Berufspflichten erforderliche Vertrauenswürdigkeit
  • die für die Berufsausübung notwendigen Kenntnisse der deutschen Sprache
  • positiver Aufnahmetest
  • Aufnahmegespräch

Bewerbungsunterlagen

  • ausgefülltes Bewerbungsformular (Download)
  • Lebenslauf
  • 2 Lichtbilder (Name und Geburtsdatum auf der Rückseite)
  • Geburtsurkunde (Original oder beglaubigte Kopie)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Original oder beglaubigte Kopie)
  • Jahreszeugnisse ab der 8. Schulstufe (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung (Zeugnisse der Berufsschule) (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. vorhandene Dienstzeugnisse und Arbeitszeitbestätigungen (Original oder beglaubigte Kopie)

Bei positivem Aufnahmebescheid

  • Gesundheitszeugnis
  • Strafregisterbescheinigung (nicht älter als 3 Monate)

Kommunikationsoffensive Pflege Reutte