Pflegefachassistenz

Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz wird in Reutte in 2 Varianten angeboten:

1) Vollzeitausbildung – Dauer 2 Jahre für Neueinsteiger
2) Berufsbegleitende Ausbildung – Dauer 18 Monate für Personen mit abgeschlossener Ausbildung zur Pflegeassistenz

Ausbildungsschwerpunkte der Pflegeschule Reutte

In der Pflegeschule Reutte liegen uns drei Schwerpunkte am Herzen.

Allgemeinwissen und berufsspezifisches Fachwissen

Innerhalb von 2 Jahren werden 1600 Stunden Theorie unterrichtet und geprüft, um die uns anvertrauten PatientInnen und BewohnerInnen mit Fachwissen pflegen zu können. In der berufsbegleitenden Form werden 1070 Stunden absolviert.
Es werde grundlegende Kenntnisse des gesunden und kranken Menschen vermittelt. In den Pflegefächern wird, aufbauend auf einer vertieften Menschenkenntnis, die fachkundige Betreuung von pflegebedürftigen Menschen erlernt, entsprechend deren körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnissen. Insbesondere liegt uns ein verantwortungsbewusster selbstständiger und wertschätzender Umgang mit den uns anvertrauten Patienten/innen und BewohnerInnen am Herzen.

Der Tätigkeitsbereich der Pflegeassistenz umfasst:

  1. die eigenverantwortliche Durchführung der ihnen von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege oder Ärzten übertragenen Aufgaben der Pflegeassistenz
  2. das Handeln in Notfällen
  3. die eigenverantwortliche Durchführung der ihnen von Ärzten übertragenen weiteren Tätigkeiten im Rahmen der Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie
  4. Anleitung und Unterweisung von Auszubildenden der Pflegeassistenzberufe

Weitere Tätigkeiten im Rahmen der Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie sind:

  1. Durchführung standardisierter diagnostischer Programme, wie EKG, EEG, BIA,
    Lungenfunktionstest
  2. Legen und Entfernen von transnasalen und transoralen Magensonden
  3. Setzen und Entfernen von transurethalen Kathetern bei der Frau, ausgenommen bei Kindern
  4. Ab- und Anschluss laufender Infusionen, ausgenommen Zytostatika und Transfusionen
    mit Vollblut und/oder Blutbestandteilen, bei liegendem periphervenösen Gefäßzugang, die
    Aufrechterhaltung dessen Durchgängigkeit sowie gegebenenfalls die Entfernung desselben
  5. Anlegen von Miedern, Orthesen und elektrisch betriebenen Bewegungsschienen nach
    vorgegebener Einstellung

Die Durchführung von Pflegemaßnahmen und der Anleitung und Unterweisung von Auszubildenden der Pflegeassistenzberufe hat nach Anordnung von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege zu erfolgen. Die Durchführung der Tätigkeiten im Rahmen der Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie hat im Einzelfall nach schriftlicher ärztlicher Anordnung oder nach Maßgabe des § 15 Abs. 5 des GuKG 2016 durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege  zu erfolgen.

Theoretische Inhalte:

  • Grundsätze der professionellen Pflege
  • Pflegeprozess inkl. EDV
  • Beziehungsgestaltung und Kommunikation
  • Zielgruppen- und settingorientierte Beziehungsgestaltung und Kommunikation
  • Grundzüge und Prinzipien der Akut- und Langzeitpflege einschließlich Pflegetechnik
  • Zielgruppen- und settingorientierte Pflege einschließlich Pflegetechnik
  • Grundzüge medizinischer Diagnostik und Therapie in der Akut- und Langzeitversorgung einschließlich medizinischer Pflegetechnik
  • Zielgruppen- und Setting orientierte medizinische Diagnostik und Therapie einschließlich medizinische Pflegetechnik
  • Kooperation, Koordination und Organisation
  • Entwicklung und Sicherung der Qualität
  • Lernbereich Training und Transfer (Theorie- Praxistransfer)
  • Modul Fachbereichsarbeit

Praktische Fertigkeiten

In den 1220 Stunden der praktischen Ausbildung (530 in der berufsbegleitenden Form) werden die Auszubildenden von diplomierten Gesundheits-und KrankenpflegerInnen, von PflegefachassistentInnen sowie von den LehrerInnen der Pflegeschule Reutte angeleitet und begleitet. Im praktischen Unterricht am Krankenbett erfolgt der Transfer des theoretisch Gelernten in die Praxis.

Die praktische Ausbildung ist auf folgende Bereiche aufgeteilt:

  • Akutpflege im operativen und konservativen medizinischen Fachbereich
  • Langzeitpflege (Pflegeheim, mobile Pflege,)
  • Wahlpraktikum (mobile, ambulante, teilstationäre und stationäre Versorgungsformen)

Jede/r Auszubildende/r erhält während der Ausbildung  angeleitete Praktika. Darunter ist eine, meist als Einzelunterricht durchgeführte, praktische Anleitung an einem oder mehreren Patienten/Bewohnern zu verstehen. Diese Praktika werden von einem/einer LehrerIn der Gesundheits- und Krankenpflege angeleitet bzw. beaufsichtigt.

Persönlichkeitsbildung

Der Beruf der Pflegefachassistenz erfordert die Fähigkeit, in vielen Formen Beziehung mit Patienten/Heimbewohnern aufnehmen zu können, Sorgen und Ängste einfühlsam zu verstehen, Sterbende begleiten zu können, Krisensituationen zu bewältigen, u.v.m.

So unterstützen wir in Seminaren, Workshops und Supervisionen die Entwicklung der Persönlichkeit in Richtung Autonomie, Selbstverantwortung, Empathie- und Beziehungsfähigkeit, Patientenbezogenheit sowie Konflikt- und Kritikfähigkeit.
Wir versuchen, diese Werte auch im Schulalltag erlebbar zu machen. Dies bedeutet z.B.

  • Schülerzentriertheit: Einbeziehung der Auszubildenden in die Entscheidungsprozesse der Schule
  • Krank und schwach dürfen nicht nur PatientInnen, sondern auch Auszubildende/LehrerInnen sein
  • Familiäre Atmosphäre
  • Individuelle Förderangebote
Ausbildungsbeginn, Ferien und Vergütung

Ausbildungsbeginn:
Jedes Jahr am 15. September für die Vollzeitausbildung, der 1. Kurs startet am 15.09.2019
Jedes 2. Jahr am 02. Jänner für die berufsbegleitende Form

Ferien: 4 Wochen

Ausbildungsvergütung:
1. Ausbildungsjahr EUR 130,- Brutto
2. Ausbildungsjahr EUR 180,- Brutto

Unterkunft & Verpflegung
  • Es besteht die Möglichkeit um EUR 73,95 im SchülerInnenwohnheim eine Kleingarcionnere zu beziehen ...
  • Sie haben die Möglichkeit in der Personalcafeteria im Bezirkskrankenhaus kostenlos Ihre Mahlzeiten einzunehmen
  • Dienstkleidung wird zur Verfügung gestellt
  • Kranken-, Unfall-, Sozial- und Pensionversicherung
Abschluss der Ausbildung

Diplom in der Pflegefachassistenz

Anmeldung

Anmeldung Pflegefachassistenz

Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz dauert zwei Jahre und umfasst 2820 Stunden theoretische und praktische Ausbildung.

Die Ausbildung beginnt am 15.09.2019
Die Anmeldung ist vom 01.10.2018 bis 31.03.2019 möglich

Diese Ausbildung wird auch in einer berufsbegleitenden Form angeboten. Sie dauert 18 Monate und umfasst 1600 Stunden theoretische und praktische Ausbildung.

Die berufsbegleitende Form beginnt am 02.01.2018

Zugangsvoraussetzungen

  • Mindestalter 17 Jahre
  • erfolgreiche Absolvierung der 10. Schulstufe oder eine Berechtigung zur Ausübung der Pflegeassistenz
  • die erforderliche körperliche und geistige Eignung
  • die zur Erfüllung der Berufspflichten erforderliche Vertrauenswürdigkeit
  • die für die Berufsausübung notwendigen Kenntnisse der deutschen Sprache
  • positiver Aufnahmetest
  • Aufnahmegespräch

Für die Aufnahme in die berufsbegleitende Form der Fachassistenzausbildung ist ein positiver Abschluss der Pflegehilfeausbildung erforderlich

Bewerbungsunterlagen

  • ausgefülltes Bewerbungsformular (Download)
  • Lebenslauf
  • 2 Lichtbilder (Name und Geburtsdatum auf der Rückseite)
  • Geburtsurkunde (Original oder beglaubigte Kopie)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. Heirats-, Scheidungsurkunden
  • Jahreszeugnisse ab der 8. Schulstufe (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung (Zeugnisse der Berufsschule) (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. vorhandene Dienstzeugnisse und Arbeitszeitbestätigungen (Original oder beglaubigte Kopie)

Bei positivem Aufnahmebescheid

  • Gesundheitszeugnis
  • Strafregisterbescheinigung (nicht älter als 3 Monate)

Kommunikationsoffensive Pflege Reutte